Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre,

das zweite Quartal 2004 war geprägt von stagnierenden Kursen und Umsatzrückgängen an den deutschen Börsen. Die zunehmende Verunsicherung der Anleger war verursacht von stark steigenden Ölpreisen, der Ankündigung steigender Zinsen in den USA, der Sicherheitslage im Nahen Osten und dem weiter offenen Ausgang bei den US-Präsidentschaftswahlen.

Während DAX, MDAX und SDAX leicht zwischen 1,1 % und bis zu 7,6 % zulegen konnten, musste der TecDAX 2,8 % abgeben. Bei den großen ausländischen Indices war die Entwicklung vergleichbar moderat. Währungsbereinigt konnte der NASDAQ 100-Index 6,5 % gutmachen, während Dow Jones und DJ Stoxx 50 mit Zuwächsen von 1,8 % bzw. 2,5 % lediglich stagnierten. Der Nikkei 225 verlor 2,6 %.

In den ersten sechs Monaten stiegen MDAX und SDAX um 14,4 %, während der DAX (2,2 %) beinahe unverändert schloss. Der TecDAX konnte 6,7 % zulegen. Der NASDAQ 100 legte währungsbereinigt ebenfalls 6,7 % zu. Sowohl der DJ Stoxx 50 (3,7 %) als auch der Dow Jones (3,1 %) schnitten auf Eurobasis im ersten Halbjahr besser ab als der DAX. Einen Wertzuwachs von 12,0 % verzeichnete der japanische Nikkei 225.

Die Baaaderbank erreichte trotz der allgemeinen Umsatzrückgänge an den Börsen, ein positives operatives Ergebnis, wozu maßgeblich das Segment Skontroführung und Eigenhandel beitrug. Der Ausbau der Kerngeschäftsfelder wurde konsequent mit der Übernahme der Heribert Schollmeyer Wertpapierhandels GmbH in Frankfurt weitergeführt. Zu den übernommenen Orderbüchern zählen u.a. Schwergewichte wie Nestlé, ABB, Alcatel, Credit Suisse und Fiat. Ebenfalls im Juni wurde die SMS-Sobota, Maier & Stopp Wertpapierhandels GmbH in München übernommen, die sämtliche im Amtlichen und Geregelten Markt notierten festverzinslichen Wertpapiere an der Börse München betreut.

Auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen des zweiten Quartals konnte die Baader Wertpapierhandelsbank AG drei Kapitalmaßnahmen (Brain Force Software AG, ARQUES Industries AG und KST Beteiligungs AG) mit einem Gesamtvolumen von ca. 40 Mio. EUR erfolgreich begleiten.